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Ach, aus eSports wird in Deutschland auch in den nächsten 20 Jahren eh nichts. Solange negative Berichterstattung mehr Einschaltquote, Abverkäufe von Zeitungen etc. und damit mehr Geld einbringt als positive Berichterstattung wird sich das auch nicht ändern. Die politische Einstellung gegenüber Videospielen wird sich ändern, langsam aber stetig, wenn die alte, konservative durch eine jüngere Generation ersetzt wird. Aber diejenigen, die in die Managerpositionen von Millionenunternehmen mit Einfluss wie dem Axel Springer Verlag nachrücken sind genauso kapitalistisch wie die, die jetzt am Drücker sind. Das sind Menschen, die nicht interessiert, wie der Gegenstand ihrer Berichterstattung dargestellt wird. Die interessiert, welche Darstellung mehr Kohle bringt und das wird immer die negative sein, egal wobei.
Dazu kommt, dass die Spiele allesamt zu komplex sind. Egal welches. Wenn ich Fussball gucke, sehe ich auf den ersten Blick, welche Mannschaft den Ball hat, ich sehe dass ein Spieler den anderen ausspielt, ich sehe wenn ein Tor fällt. Alles wichtige lässt sich mit einem Blick erfassen, ohne dass ich jemals vorher ein Fussballspiel gesehen hätte.
Schaut man sich dagegen die größten eSports-Titel an, wie CS oder StarCraft .. was da vor sich geht versteht doch nur jemand, der die Spiele selbst schonmal ausgiebig gezockt hat oder bereit ist, sich über mehrere Übertragungen einzuarbeiten. Wer selber kein CS spielt, kennt die Maps nicht und kann gar nicht einschätzen, wer da was wo macht (oder in welchem Team derjenige überhaupt ist). Wer kein SC2 spielt wird kaum durchblicken, was da überhaupt abgeht.
eSport-Übertragungen sind Spiele von Spielern für Spieler. Fussball, Formel 1, Triathlon, Tour de France, Wasauchimmer sind Spiele für Jedermann. Jeder kann einschalten und im Laufe des ersten Spiels / Rennens, das er in seinem Leben sieht alle wichtigen Aspekte des Spiels erfassen.
Daher finde ich im Grunde auch diese ganze "Wir wollen mehr Öffentlichkeitsarbeit"-Diskussion in der eSport-Szene überflüssig. Das Ansehen von Videospielen und -spielern wird sich von selbst verbessern. Das hat es in den letzten 10 Jahren schon. Mit dem Generationswechsel kommt auch die Toleranz dem neuen Medium gegenüber. Aber die Finals der MLG Dallas im TV zur Primetime auf einem Sportsender und Hunderttausende gucken zu?
Klar, und die Moderation übernehmen Weihnachtsmann und Osterhase.

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